Patientenverfügung zum Ausdrucken kostenlos (Vordruck & PDF-Formular)
Eine Patientenverfügung zum Ausdrucken ist ein kostenloser Vordruck, mit dem Sie schriftlich festlegen, welche medizinischen Maßnahmen Sie im Ernstfall wünschen oder ablehnen. Die rechtliche Grundlage bildet § 1827 BGB.
Auf dieser Seite erhalten Sie eine vollständige Patientenverfügung als kostenlose Druckversion sowie ein ausfüllbares PDF-Formular für den Computer. Zusätzlich finden Sie verständliche Hinweise, typische Fehlerquellen und Antworten auf häufige Fragen, damit Ihre Verfügung im Ernstfall klar und umsetzbar ist.
Diese Patientenverfügung wird regelmäßig fachlich geprüft und aktualisiert.
Patientenverfügung kostenlos herunterladen
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Stand: 02/2026
Alternativ:
Ausfüllbares PDF-Formular zur Patientenverfügung
Rechtliche Grundlage der Patientenverfügung (§ 1827 BGB)
Die Patientenverfügung ist gesetzlich in § 1827 Bürgerliches Gesetzbuch geregelt.
Eine Patientenverfügung ist grundsätzlich wirksam, wenn sie schriftlich vorliegt und eigenhändig unterschrieben wurde. Eine notarielle Beurkundung ist nicht erforderlich.
Wichtig ist jedoch vor allem die inhaltliche Klarheit: Eine Patientenverfügung sollte konkrete Behandlungssituationen beschreiben und medizinische Maßnahmen eindeutig benennen. Allgemeine Aussagen wie „keine lebensverlängernden Maßnahmen“ sind im medizinischen Alltag oft zu unbestimmt, wenn nicht klar ist, welche konkrete Situation gemeint ist und welche Maßnahmen darunter fallen sollen.
Je klarer und konkreter die Festlegungen, desto leichter können Ärztinnen und Ärzte im Ernstfall im Sinne Ihres Willens handeln.
Was muss eine Patientenverfügung konkret regeln?
Damit eine Patientenverfügung im Ernstfall eindeutig ist, sollte sie Antworten auf medizinische Kernfragen enthalten. Dazu gehören insbesondere Festlegungen zu:
- Wiederbelebung (Reanimation)
- künstlicher Beatmung
- künstlicher Ernährung (z. B. über Magensonde/PEG)
- Flüssigkeitsgabe und Infusionen
- Dialyse
- Antibiotikagaben in schweren Situationen
- Operationen und intensivmedizinische Maßnahmen
- Schmerztherapie und palliative Versorgung
- Situationen dauerhafter Bewusstlosigkeit oder schwerster Hirnschädigung
- Endstadium einer unheilbaren, tödlich verlaufenden Erkrankung
Entscheidend ist, dass nicht nur einzelne Maßnahmen angekreuzt werden, sondern dass auch klar ist, in welchen Situationen diese gelten sollen. Genau diese Kombination aus Situation und Maßnahme sorgt im Ernstfall für Klarheit.
Warum eine Patientenverfügung zum Ausdrucken sinnvoll ist
Eine strukturierte Druckversion bietet mehrere Vorteile:
- klare Ankreuzoptionen statt unklarer Freitexte
- verständliche, präzise Formulierungen
- übersichtliche Gliederung nach Situationen und Maßnahmen
- weniger Missverständnisse im Notfall
- einfache Handhabung ohne juristische Fachkenntnisse
Gerade in medizinischen Notfallsituationen ist es wichtig, dass behandelnde Teams nicht interpretieren müssen, „was wohl gemeint sein könnte“. Eine gut strukturierte Patientenverfügung schafft Klarheit für alle Beteiligten.
Unsere kostenlose Patientenverfügung (Druckversion)
Unsere Patientenverfügung basiert auf den offiziellen Textbausteinen und Empfehlungen des Bundesministeriums der Justiz (BMJ).
Textbausteine des Bundesministeriums der Justiz zur Patientenverfügung
Sie erhalten eine strukturierte, leicht verständliche Patientenverfügung mit klaren Entscheidungsfeldern. Die Inhalte werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.
Sie erhalten:
- eine vollständige Druckversion zum Ausfüllen per Hand
- klare Ankreuzfelder zur eindeutigen Festlegung Ihres Willens
- eine kostenfreie Downloadmöglichkeit
- regelmäßige Aktualisierungen
Patientenverfügung als PDF-Formular am PC ausfüllen
Zusätzlich steht ein ausfüllbares PDF-Formular zur Verfügung. Damit können Sie die Patientenverfügung direkt am Computer ausfüllen, anschließend ausdrucken und unterschreiben.
Vorgehensweise:
- Formular herunterladen
- am Computer ausfüllen
- ausdrucken
- eigenhändig unterschreiben
Wichtig: Die persönliche Unterschrift ist entscheidend. Eine notarielle Beurkundung ist nicht erforderlich.
Ausfüllbares PDF-Formular zur Patientenverfügung
Typische Fehler bei Patientenverfügungen (und wie Sie sie vermeiden)
In der Praxis scheitert die Umsetzung einer Patientenverfügung häufig nicht daran, dass keine existiert, sondern daran, dass sie unklar, widersprüchlich oder veraltet ist. Häufige Fehler sind:
- Zu allgemeine Formulierungen
Aussagen wie „keine lebensverlängernden Maßnahmen“ sind oft zu unbestimmt. Besser sind konkrete Aussagen zu Situationen und Maßnahmen. - Widersprüche im Dokument
Zum Beispiel: „Keine künstliche Beatmung“ und später „Alle Maßnahmen zur Lebensverlängerung“. Solche Widersprüche führen zu Unsicherheit. - Fehlende Unterschrift oder fehlendes Datum
Unterschrift ist notwendig. Datum ist nicht zwingend, aber sehr wichtig, um Aktualität zu zeigen. - Keine Aktualisierung über viele Jahre
Empfohlen wird eine regelmäßige Überprüfung. Eine aktuelle Datierung und Unterschrift kann im Ernstfall helfen, Zweifel auszuräumen. - Unklare Zuständigkeiten in der Familie
Wenn Angehörige nicht wissen, was existiert oder wo es liegt, entstehen im Ernstfall Verzögerungen und Konflikte. Deshalb sind klare Ablage und Kommunikation wichtig.
Wie oft sollte man die Patientenverfügung aktualisieren?
Es empfiehlt sich, die Patientenverfügung regelmäßig zu überprüfen – beispielsweise alle ein bis zwei Jahre oder wenn sich die persönliche Lebenssituation ändert (z. B. neue Erkrankung, neue Lebensumstände, veränderte Einstellung).
Eine erneute Unterschrift mit aktuellem Datum stärkt die Klarheit im Ernstfall.
Wo sollte die Patientenverfügung aufbewahrt werden?
Empfohlen wird:
- ein Exemplar für die eigenen Unterlagen
- ein weiteres Exemplar für Angehörige oder Bevollmächtigte
- eine Information beim Hausarzt (optional eine Kopie)
Wichtig ist, dass im Notfall bekannt ist, dass eine Patientenverfügung existiert und wer Zugriff darauf hat.
Video-Anleitung zur Patientenverfügung
Zu unserer Patientenverfügung stellen wir eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Videoanleitung bereit. Dort wird verständlich erläutert, wie das Formular korrekt ausgefüllt wird und welche Punkte besondere Aufmerksamkeit verdienen.
Auffindbarkeit im Notfall
Eine Patientenverfügung entfaltet ihre Wirkung nur dann, wenn sie im entscheidenden Moment bekannt und verfügbar ist. In Notfallsituationen bleibt oft keine Zeit, Unterlagen zu suchen oder erst herauszufinden, ob eine Verfügung existiert.
Ergänzend kann es sinnvoll sein, einen klaren Hinweis mitzuführen, dass eine Patientenverfügung vorliegt, wer informiert werden soll und wie die Dokumente schnell abrufbar sind.
Patientenverfügung-Ausweis – sichere Auffindbarkeit im Notfall
Häufige Fragen zur Patientenverfügung zum Ausdrucken
Ist eine Patientenverfügung ohne Notar gültig?
Ja. Eine schriftliche und eigenhändig unterschriebene Patientenverfügung ist grundsätzlich wirksam. Eine notarielle Beurkundung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.
Muss die Patientenverfügung handschriftlich sein?
Nein. Sie kann am Computer ausgefüllt und anschließend ausgedruckt und unterschrieben werden.
Reicht ein Ausdruck aus?
Empfohlen werden mindestens zwei unterschriebene Ausfertigungen: eine für die eigenen Unterlagen und eine für Angehörige oder Bevollmächtigte.
Was ist der Unterschied zwischen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht?
Die Patientenverfügung regelt medizinische Maßnahmen. Die Vorsorgevollmacht bestimmt, wer im Ernstfall Entscheidungen treffen darf.
Was passiert ohne Patientenverfügung?
Ohne schriftliche Festlegung müssen Angehörige oder gesetzliche Vertreter gemeinsam mit dem behandelnden Arzt entscheiden. Das kann im Ernstfall zu Unsicherheit oder Konflikten führen.
Kann ich die Patientenverfügung jederzeit ändern?
Ja. Sie können Ihre Patientenverfügung jederzeit ändern oder vollständig neu erstellen. Wichtig ist, dass die aktuelle Version eindeutig erkennbar ist.
Ist eine Kopie ausreichend?
Im Alltag kann eine Kopie hilfreich sein. Im Zweifel ist es sinnvoll, mindestens ein unterschriebenes Original verfügbar zu haben.
Muss ich Diagnosen oder Medikamente eintragen?
Das ist nicht zwingend erforderlich. Entscheidend sind die Festlegungen zu Situationen und Maßnahmen. Zusätzliche medizinische Informationen können ergänzend sinnvoll sein.